Alternative Energien

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Gerade in der letzten Zeit flammte die Diskussion über die Gefahren der Atomkraftwerke in aller Welt auf, was nicht zuletzt auf das jüngste Unglück im Japans Meiler rund um Fukushima zurückzuführen ist. Angesichts des hohen Risikos der Atomenergie oder der mitunter hohen Umweltbelastung von Öl und Kohle wird immer nachdrücklicher nach neuen Energiequellen gesucht, die effizient und umweltschonend zugleich in Anspruch genommen werden können.

Dank zahlreicher Innovationen im Bereich der Energiegewinnung kann man bereits heute auf viele alternative Energiequellen zurückgreifen, die den CO2-Ausstoß effektiv verringern und trotz alledem den gewünschten Energiebedarf decken können. Dies trifft aktuell noch nicht auf alle Verfahren zu. Die eigenen vier Wände oder der Garten kann jedoch bereits für eine umweltschonende Energiegewinnung umgerüstet werden. Im nachfolgenden Text werden die aussichtsreichsten Vertreter dieser Sparte vorgestellt.

Solaranlagen

Bereits seit mehreren Jahrzehnten finden sich Anlagen für den Solarstrom auf den Dächern vieler deutscher Haushalte vor. Aufgrund staatlicher Subventionen haben sich viele weitere Bundesbürger für die Umrüstung auf Solarenergie entschieden und sind somit nicht mehr vom örtlichen Stromversorger abhängig. Neben Strom kann die ergiebige Sonnenenergie ebenfalls für das Erwärmen von Wasser innerhalb der eigenen vier Wände genutzt werden. So kann der eigene Strom erzeugt und bei einem Überschuss gewinnbringend veräußert werden. Innovative Verfahren und moderne Fertigungstechniken lassen es zu, Solaranlagen vergleichsweise günstig zu erstehen.

Dieser Trend wird sich in Zukunft weiter fortsetzen, wobei selbst wenige Sonnenstrahlen ausreichen, um eine maximale Ausbeute zu erzielen. Gerade das Dach bietet sich als Ort für die Platzierung der Sonnenkollektoren an, ohne das harmonische Gesamtbild des Grundstücks zu stören.

Wärmepumpe

Diese Art der Energiegewinnung nutzt natürliche Ressourcen, die ohnehin vorhanden sind. Neben der Erdwärme kann ebenfalls das Grundwasser für die Gewinnung von Energie verwendet werden. Um vor einem Kauf in Erfahrung zu bringen, welches Modell im Einzelfall von Vorteil ist, empfiehlt es sich, einen Fachmann hinzuzuziehen. Das Prinzip der erwähnten Varianten ähnelt sich jedoch. Bei der Nutzung der Erdwärme muss zur Vorbereitung ein Loch mit einer Tiefe von mindestens zehn Metern ausgehoben werden.

Selbst in der kalten Jahreszeit findet sich dort eine Temperatur von rund zehn Grad Celsius vor, die für die Erwärmung verwendet werden kann. Um von den Vorteilen zu profitieren, wird ein Rohr in dieser Tiefe verlegt und mit einem Fluid, wie beispielsweise Propan, befüllt. Aufgrund der Materialeigenschaften wird die dort befindliche Wärme aufgenommen. Durch die anschließende Verdampfung wird sie nach oben transportiert und gelangt über Rohrsysteme in einen Vorratsbehälter, der die Verteilung in jeden Raum der eigenen vier Wände übernimmt. Im direkten Anschluss wird das Fluid wieder in das Erdreich geleitet, wodurch ein funktionaler Kreislauf geschaffen wird.

Die Installation ist hierbei jedoch deutlich aufwendiger als bei Solaranlagen, wobei das ganze Jahr über von einer vollen Wärmeleistung profitiert werden kann, was unabhängig von Tag- oder Nachtzeit gewährleistet wird. Zudem wird elektrische Energie benötigt, um die Pumpe zu betreiben. Der Großteil der Energie wird jedoch aus der Erdwärme gewonnen, weshalb sich eine solche Wärmepumpe trotz der nötigen Zufuhr von Strom als besonders umweltschonende Alternative zur Gas- oder Öl-Heizung darstellt.

Heizen mit Biomasse

Eine weitere Möglichkeit, den eigenen Garten oder die Wohnung mit erneuerbaren Energien auszustatten, ist die Nutzung so genannter Biomasse. Dieser Bereich beinhaltet die Verwendung von flüssigen, festen oder gasförmigen Energieträgern. Aber auch organische Abfälle oder landwirtschaftliche Erzeugnisse können als Biomasse für die Energiegewinnung eingesetzt werden. Der umweltschonende Charakter findet sich hierbei darin, dass alle für die Verbrennung notwendigen Stoffe nachwachsend sind und unproblematisch angebaut werden können.

Allerdings muss erwähnt werden, dass der Anbau bei einer überdurchschnittlichen Nutzung der Biomasse in Konflikt mit dem Nahrungsmittelanbau geraten kann. Dies ist mit ein Grund, warum sich viele Experten gegen die Nutzung der Biomasse aussprechen und vielmehr zu Solarenergie oder Wärmepumpen tendieren. Gerade für den eigenen Garten als geringe Fläche kann sich Biomasse jedoch durchaus lohnen. Für die großflächige Gewinnung von Heizenergie hingegen empfiehlt es sich weniger.

Pellet-Ofen

Die vierte Möglichkeit, das eigene Haus mit Wärme zu versorgen, sind Pellet-Öfen, die mit Holz-Peletts beheizt werden und bei einer korrekten Installation eine beachtliche Wärmeleistung erbringen können. Da das Brennmaterial zu Einhundert Prozent recyclt wurde, stellt sich die Verwendung dieser Methode als äußerst umweltbewusst dar. Die Materialien für die Herstellung der Pellets beziehen die Anbieter von Sägewerken, die diese als Abfallprodukt bei der Fertigung von Möbelstücken oder anderen Holzartikeln entstehen.

Anschließend werden die feinen Holzspäne unter hohem Druck gepresst und können in einer kompakten Form erstanden werden. Beim Kauf der Öfen sollte jedoch auf einen fachmännischen Einbau geachtet werden, da bei falscher Montage ein hoher Verbrauch und eine vergleichsweise geringe Wärmeausbeute die Folge sind. Der Ofen verfügt über einen speziellen Aufbau, wobei der Nachschub an Pellets automatisch im Brennkessel landet. Der Nutzer muss lediglich darauf achten, dass stets ausreichend Nachschub in einer vom Brennkessel separierten Kammer gelagert wird. Somit gestaltet sich der Pellet-Ofen zu einem sparsamen und leistungsstarken Wärmelieferant in den eigenen vier Wänden.

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