Kleinwindanlagen / Kleinwindkraftanlagen

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Kleinwindanlagen / KleinwindkraftanlagenAnders als Don Quichotte kämpfen Besitzer von Kleinwindanlagen nicht gegen, sondern eher mit ihren Miniaturwindmühlen – und zwar gegen explodierende Energiepreise. Kleinwindkraftanlagen sind Windkrafträder im Kleinstformat. Prinzipiell ist es allen Interessierten möglich, Kleinwindanlagen aufzustellen und zu betreiben. Voraussetzungen sind entsprechender Platz, technisches Grundwissen und ein wenig Geduld, was die ein oder andere vermeintliche bürokratische Hürde betrifft. Meist erreichen Kleinwindkraftanlagen mit einer Höhe zwischen 8 und 10 Metern ein überschaubares Ausmaß und in Absprache mit den Nachbarn und vor allem mit den örtlichen Bauämtern- und Behörden sind sie mithilfe einiger Drahtseile und Erdankern relativ einfach und stabil zu montieren. Auch was die Wartung angeht, sind Kleinwindanlagen sehr genügsam. Das ein oder andere Nachspannen der Drahtseile und regelmäßige Kontrolle der Erdanker sind ausreichend.

Vor- und Nachteile

Dem geringen Aufwand und den überschaubaren Kosten entsprechend, ist jedoch auch die Leistung recht gering. Ein Amortisieren der Installationskosten einer Kleinwindkraftanlage sollte nicht höchstes Ziel des Betreibers sein. Vielmehr liegen die Vorteile ganz klar in der – wenn auch auf einige Kilowattstunden beschränkten – Freiheit vom örtlichen Energienetz. Gerade bei Stromausfällen kann dies sehr hilfreich sein. Außerdem handelt es sich bei aus Kleinwindkraftanlagen gewonnenem Strom um 100% ökologisch sauberer Energie – Strom aus eigenem Anbau sozusagen. Um optimale Effizienz zu haben und baumamtliche Hürden möglichst schon im Ansatz zu erkennen, kann es hilfreich sein, das in Frage kommende Grundstück nach Windstauräumen wie z.B. ungünstig stehenden Bäumen zu untersuchen. Beispielsweise werden immer wieder Schallgutachten bezüglich der zu erwartenden Lärmbelästigung erwartet. Gerade der durch die sich bewegenden Rotorblätter entstehende Lärm und die Vibrationen schließen die Montage herkömmlicher Kleinwindanlagen auf Dächern aus, da teilweise Risse und Krach entstehen kann. Auf Qualität zu achten ist dabei besonders wichtig.

Kleinwindanlagen senkrecht stehender Achse hingegen sind geräuschlos und überaus robust. Weder bewegliche Teile, noch Mechanik können kaputt gehen. Dadurch ist diese Art Kleinwindanlagen sehr geeignet, um den nachbarschaftlichen Frieden zu erhalten und den eigenen Haussegen stets in der Balance zu halten. Nachteilig an dieser Art von Windrädern ist ihre geringe Effektivität im Gegensatz zu den etwas lauteren Modellen.

Fazit

Insgesamt sind Kleinwindanlagen mit Installationskosten von 2000-5000 Euro eine überschaubare Investition, die jedoch anders als Solaranlagen keine staatliche Förderung für Privatpersonen vorsieht. Obwohl ihre Energieleistung sehr gering ist, eignen sie sich insofern vor allem als Ergänzung oder auch Strom-Backup, und das nicht nur in abgelegenen Regionen oder Gegenden, die häufiger von Stromausfällen betroffen sind. In jedem Fall sind Kleinwindkraftanlagen ein erster Schritt in Richtung selbstverantwortlicher und ökologisch einwandfreier Stromerzeugung- und Gewinnung.

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