Dampfsperre

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Dampfsperre - Dampfbremse richtig verlegen/anbringen

Dampfsperre

Aktuell kann aus mehreren Varianten für die Dämmung der eigenen vier Wände gewählt werden. Neben einigen weiteren Möglichkeiten kann auf eine so genannte Dampfsperre zurückgegriffen werden. Sie besteht aus einer Schicht, welche auf die warme Seite einer Komponente aufgebracht wird, die sich in den meisten Fällen auf der Innenseite befindet. Die Dampfsperre behindert die sonst übliche Wasserdampfdiffusion und dämmt die entsprechende Wand vorteilhaft. Die Funktionsweise dieser Dämmung soll eine unzulässig hohe Luftfeuchte durch Wasserdampf verhindern. Zudem kann sie die Aufgaben der Luftdichtschicht übernehmen.

Die Definitionen nach der DIN-Norm 4108-3

Nach diesen Richtlinien wird festgelegt, über welche Werte bestimmte Bauteilschichten verfügen dürfen, um eine vorteilhafte Dämmung zu garantieren. Bei diffusionsoffenen Schichten darf der sd-Wert nicht größer als 0,5 ausfallen, wobei diffusionshemmende Schichten über einen sd-Wert von über 0,5 und unter 1500 verbleiben müssen. Letztere Schicht wird auch als Dampfbremse bezeichnet. Eine Dampfsperre hingegen ist eine diffusionsdichte Schicht, wobei ein Wert von mindestens 1500 erreicht werden muss. Bei tatsächlichen Sperren handelt es sich um Produkte, die aus Metall oder Glas gefertigt werden. Eine Dampfsperre sorgt vordergründig nicht für ein besseres Klima. Vielmehr ist sie dafür verantwortlich, dass Bauteile und die Konstruktion vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Dampfsperre richtig anbringen/verlegen

Wenn man sich für eine Dampfsperre für die Dämmung entschieden hat, muss sie an der Innenseite der eigenen vier Wände angebracht werden. Gerade der luftdichte Charakter ist von besonderer Bedeutung. Wenn die Dampfsperre unsachgemäß installiert wurde, dringt Tauwasser in die Dämmebene ein. Bereits wenige undichte Stellen reichen aus, um eine Dampfsperre vollkommen wirkungslos werden zu lassen. Da warme Innenluft in den Dämmbereich gelangt und dort abkühlt, bildet sich in diesen Arealen Feuchtigkeit, die sich in Form von Tauwasser niederschlägt. Mit dem so genannten Blower-Door-Test kann eine Dampfsperre professionell überprüft werden. Neben Neubauten stellen sich viele Hausbesitzer auch bei einer Altbausanierung die Frage, ob eine Dampfsperre oder Dampfbremse von Vorteil ist. Wenn eine Dampfsperre gewählt wird, wird keine Feuchtigkeit durchgelassen, wobei eine Dampfbremse Wasserdampf in geringen Mengen diffundieren lässt. Gerade die zuvor erwähnten sd-Werte sind bei solchen Dämmvarianten von entscheidender Wichtigkeit. Bevor man sich für ein bestimmtes System entschließt, sollte man vorab einen Fachmann für diese Art der Dämmung konsultieren, um die perfekte Lösung für die eigene Immobilie zu finden.

Dampfsperre – Ja oder nein?

Neben den interessanten Vorzügen kann eine Dampfsperre aber auch Nachteile mit sich bringen: Die Erfahrung der Vergangenheit hat bereits eindrucksvoll gezeigt, dass eine solche Dampfsperre nicht selten für Feuchtigkeitsschäden verantwortlich ist. Hierbei spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Neben der Installation einer undichten Dampfsperre waren es oftmals weitere undichte Stellen an der Dämmung, die für den Eintritt der Feuchtigkeit sorgten. Selbst professionelle Fachbetriebe können nicht immer garantieren, dass eine Dampfsperre absolut dicht ist. Dies ist mit ein Grund, warum heutzutage in vielen Fällen auf die Installation einer Dampfsperre in Neubauten verzichtet wird. Solche lokalen Feuchtigkeitsansammlungen können nicht mehr austrocknen. Aber auch bei der korrekten Montage kann es zu Schäden kommen. Dies ist der Fall, wenn die Wärmedämmung bereits feucht verbaut wurde. Hierbei hilft dem Bauherr oder Hausbesitzer selbst eine professionelle Dampfsperre reichlich wenig.

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