Wärmedämmung

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Wärmedämmung - Kosten und Infos um Haus innen/außen zu dämmen

Wärmedämmung

Angesichts der regelmäßig steigenden Energiekosten spielt die effektive Dämmung der eigenen vier Wände eine immer wichtigere Rolle. Die beste Heizung nutzt reichlich wenig, wenn das jeweilige Gebäude die erzeugte Wärme nicht halten kann und sie an die Umwelt abgegeben wird. Gerade in den kalten Wintermonaten muss in einem solchen Fall übermäßig viel geheizt werden, ohne das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Wer hingegen eine effektive Wärmedämmung installiert, kann davon profitieren, dass die Wärme im Inneren gehalten wird. Um dem Verbraucher bereits bei Neubauten diese Vorzüge zu bieten, wird ein guter Standard in der Dämmung garantiert, was auf die offizielle EnEV 2009 zurückzuführen ist. Es sind jedoch vielmehr die Altbauten, in denen die jährlichen Heizkosten durch eine gute Wärmedämmung gesenkt werden können. Die bereits erwähnte Energieeinsparverordnung schreibt vor, über welche Mindest-Wärmedämmung ein Haus verfügen muss. Im direkten Vergleich zu Neubauten besteht bei älteren Immobilien keinerlei gesetzliche Pflicht zur Wärmedämmung. Hierbei kann der Besitzer individuell entscheiden, ob sich eine Investition in eine nachträgliche Wärmedämmung lohnt. Zahlreiche Studien haben bereits belegt, dass gerade ältere Bauten aus den 60er, 70er und 80er Jahren über einen hohen Wärmeverbrauch verfügen, wobei sich eine Wärmedämmung in jedem Fall lohnen würde. Um in Erfahrung zu bringen, in welchen Bereichen Schwachstellen am eigenen Haus vorherrschen, empfiehlt es sich, eine so genannte Thermografie durchzuführen.

Bedarf der Wärmedämmung anhand einer Wärmebildkamera feststellen

Wärmebildkamera - Bedarf der Wärmedämmung anhand einer Wärmebildkamera feststellen

Wärmebildkamera

Um eine effektive Wärmedämmung im eigenen Haus durchzuführen, muss vorab eingesehen werden, in welchen Bereichen die meiste Wärme verloren geht. Aufnahmen von Wärmebildkameras können sowohl von außen als auch von innen durchgeführt werden. Je mehr Bereiche mit einem enormen Wärmeverlust vorhanden sind, desto lohnenswerter ist eine Sanierung. Hierbei sind vor allem zwei Begriffe entscheidend: Neben dem Transmissionswärmeverlust muss der Wärmedurchgangskoeffizient beachtet werden. Ersterer bezeichnet die Menge an Wärme, die an die Umwelt verloren geht und durch die Hülle des Hauses hindurchdringen kann. Diesen Verlust gilt es zu senken, um Einsparungen bei den jährlichen Heizkosten zu nutzen. Der Wärmedurchgangskoeffizient ist ebenfalls von gehobener Bedeutung, da er entscheidende Aussagen über einzelne Bauteile der Immobilie zulässt. Der Koeffizient wird auch als U-Wert bezeichnet und beschreibt die Wärmeenergie pro Zeiteinheit, welche durch ein bestimmtes Element des Hauses strömt. Voraussetzung für die Bestimmung dieses Werts ist es jedoch, dass die Temperatur auf der Außenseite des Teils um ein Grad Kelvin geringer ist als auf der gegenüberliegenden Seite. Wenn ein Fachmann einen hohen U-Wert ermittelt hat, verfügt das betroffene Bauteil über eine schlechte Wärmedämmung. Die Wärmedämmung nach EnEV 2009 sieht bei der Dämmung von Außenwänden einen U-Wert von bis zu 0,24 W/(m²•K) vor.

Die offiziellen Richtlinien für die Wärmedämmung von Häusern

Wie zuvor bereits kurz erwähnt, stellt die EnEV 2009 besondere Anforderungen an Bauherren oder Hausbesitzer, wenn es um die Dämmung der eigenen vier Wände geht. Die erste Ausführung dieser Richtlinien trat bereits im Jahre 2002 in Kraft, wobei mehrere Neuerungen in das Manuskript übernommen wurden. Eine weitere Neufassung ist erst für 2012 vorgesehen. Bis dahin gilt die EnEV 2009 und sieht laut Bundesministerium vor, dass der Energiebedarf für Warmwasser und Heizung in jedem Gebäude um rund 30 Prozent gesenkt werden soll. Darüber hinaus beinhaltet die gesetzliche Vorlage verbindliche Regeln für Heizsysteme und die Dämmung von Komponenten eines Hauses, wie beispielsweise des Dachs sowie der Geschoss- und Kellerdecke. Wer Immobilien besitzt oder vorhat, ein Haus zu kaufen, sollte sich strikt an diese Vorgaben halten. Bei einer Nichteinhaltung drohen empfindliche Geldstrafen. So empfiehlt es sich, bereits vorab Fachbetriebe zurate zu ziehen und gegebenenfalls mit der Wärmedämmung zu beauftragen. Eine Strafe droht bei der Nichtbeachtung einer Dämmung aller relevanten Bauteilen.

Was es bei der Wärmedämmung im Altbau zu beachten gilt

Gerade bei Altbauten kann sich eine umfassende Wärmedämmung durchaus lohnen, um Heizkosten effektiv einzusparen. Eine solche nachträgliche Dämmung zieht jedoch mitunter weitreichende Baumaßnahmen nach sich. Die EnEV 2009 unterscheidet zwischen den Bereichen „Ändern“, „Anbau“ sowie „Ausbau“ bei älteren Immobilien. In die Rubrik „Ändern“ fällt eine nachträglich installierte Innendämmung der Wände oder eine Außendämmung des Daches. Die zugrundelegenden Bestimmungen der EnEV 2009 sind jedoch ausschließlich dann relevant, wenn die geplanten Umbauten mindestens zehn Prozent der Bauteilfläche der Immobilie betreffen. Für alles, was unterhalb dieses Werts liegt, muss die EnEV 2009 nicht beachtet werden.

In den Bereich des Ausbaus fallen Baumaßnahmen, durch die bisher ungenutzte Räume nutzbar gemacht werden sollen. Wenn die Räumlichkeit über eine Mindestgröße von zehn Quadratmetern verfügt, müssen die festgelegten Werte berücksichtigt werden. Allerdings gibt es auch eine Obergrenze: Räumlichkeiten mit einer Größe von über 50 Quadratmetern bleiben außen vor, da sie wie eine Wärmedämmung in einem Neubau behandelt werden. Bei einem Anbau gelten ähnliche Grundlagen: So müssen die Richtlinien für den nachträglich durchgeführten Ausbau beachtet werden. Wer sich an diese Vorgaben hält, kann neben der Erfüllung gesetzlicher Vorschriften von enormen Einsparungen der Heizkosten profitieren.

Wärmedämmung im Neubau

Um einen Neubau zu dämmen, müssen einige Punkte beachtet werden: Als Primärenergiebedarf einer Immobilie wird der gesamte Bedarf bezeichnet, der sich aus der Heizung, der Warmwasserbereitung sowie der Lüftung und Kühlung ergibt. Wenn der Neubau über eine Ölheizung verfügt, wird der Wert ebenfalls um die Aufbereitung des Erdöls zu Heizöl ergänzt. Auch der Transport des Heizöls wird in diesen Wert einbezogen. Um in Erfahrung zu bringen, welcher Wert in den eigenen vier Wänden maximal zulässig ist, sollten Fachleute zurate gezogen werden.

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