Heizung mit Pufferspeicher

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Wer sich mit dem Thema Heizungsanlagen beschäftigt, wird sicherlich auch den Begriff des Pufferspeichers kennen. Darunter versteht man üblicherweise einen mit Wasser gefüllten Wärmespeicher, dessen Dimensionierung von der Leistung des Heizsystems abhängt bzw. abhängen sollte. Ein Pufferspeicher dient nämlich grundsätzlich dazu, den Betrieb und den Wirkungsgrad einer Heizungsanlage zu optimieren, indem beim Heizen erzeugte überschüssige Wärme in einem zusätzlichem Speicher (dem Pufferspeicher) zwischengespeichert und bei Bedarf wieder in den Heizkreislauf abgegeben wird.

ÖlheizungDoch warum entsteht überhaupt überschüssige Wärme? Diese Frage ist relativ schnell beantwortet; viele Heizungssysteme z.B. Holzpelletheizungen weisen erst unter Volllast den bestmöglichen Wirkungsgrad auf d.h. sie arbeiten dann wirtschaftlich am effizientesten, wenn sie voll in Betrieb genommen werden. Dadurch entsteht natürlich insbesondere in den Übergangszeiten, sprich im Herbst und im Frühling, viel mehr Wärme als zum Heizen benötigt werden würde. Genau diese überschüssige Wärme kann dann in einen Pufferspeicher ausgelagert und bei Bedarf wieder kontinuierlich abgerufen werden, so dass sich das Heizsystem gewissermaßen selbst ausgleicht.

Natürlich ist auch ein Pufferspeicher nicht ohne Nachteile. Das Problem besteht darin die Wärme im Pufferspeicher zu erhalten und nicht nach außen in die Umgebung dringen zu lassen. Deswegen ist eine sehr gute Wärmedämmung des Pufferspeichers von großer Bedeutung, außerdem sollten sogenannte Wärmebrücken d.h. einzelne Bauteile, durch die Wärme schneller nach außen transportiert wird, möglichst vermieden werden. Ansonsten kann sich der Nutzen eines Pufferspeichers ganz schnell in Luft auslösen, da es wenig Sinn hat Wärme auszulagern, die dann doch nur in die Umgebung abgegeben wird.

Doch das sind größtenteils Dinge, die den Pufferspeicher selbst betreffen und dementsprechend Probleme des Herstellers sind. Heutzutage gehören Pufferspeicher daher fast schon standardmäßig zu jeder Heizungsanlage, weswegen sie bei einer Neuanschaffung auch oftmals bereits im Preis enthalten sind. Unerlässlich sind sie vor allem bei der Nutzung von Solarthermie, da die dadurch gewonnene Wärmeenergie im Regelfall dann benötigt wird, wenn die durch Sonneneinstrahlung zu gewinnende Energie tendenziell am geringsten ist.

Die Aufrüstung einer alten Heizungsanlage lohnt sich aber auch oftmals, obwohl man sich zunächst freilich noch einmal beraten lassen sollte. Die Kosten für einen Pufferspeicher liegen zumeist zwischen 400 und 2000 Euro und sind nicht zuletzt auch von dessen Kapazität und Qualität abhängig. Als Faustformel für Zentralheizungen gilt im übrigen, dass circa 60-70 Liter Pufferspeichervolumen pro installiertem Kilowatt Heizleistung ein angemessenes Verhältnis zwischen Kapazität und Effizienz des Pufferspeichers darstellen.

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