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Der logischste Weg, die Energiekosten zu senken, liegt auf der Hand: den Strom selbst herstellen. Photovoltaikanlagen übernehmen diese Aufgabe seit Jahren, doch beim Kosten-Nutzen-Faktor zeigt sich noch viel Luft nach oben. Zusammen mit modernen Speichermöglichkeiten könnte sich dies bald ändern.

Grüne Kredite für eine grüne Zukunft

Photovoltaik per Ökokredit finanzierenDer Wandel, der momentan in der Gesellschaft stattfindet, greift sogar auf die Finanzbranche über. So können umweltfreundliche Bauvorhaben per Ökokredit, wie es ihn bei der Ethikbank gibt, finanziert werden. Die ethisch-ökologische Direktbank macht nur Geschäfte, die ihren eigenen strengen Anlagekriterien genügen, und unterstützt dementsprechend auch nachhaltige Umrüstungen. Solche Kredite gelten natürlich auch für alle weiteren grünen Maßnahmen rund um das Haus, beispielsweise die energetische Sanierung oder Kauf und Installation von Solaranlagen.

Engagierte Hausbesitzer haben also mehr Möglichkeiten als je zuvor, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Denn die Photovoltaik ist kein ganz günstiges Vorhaben: Für eine Solaranlage mit 25 qm Fläche, zusammengesetzt aus 15 Modulen, sollte man mit rund 5.000 Euro rechnen. Je nach Standort und weiteren Details wie der Dachneigung vergehen viele Jahre, bis die Anlage den Anschaffungspreis ausgleicht. Geduld und Weitsicht sind weiterhin wichtige Tugenden, wenn es um nachhaltige Stromversorgung geht.

Speicher ebenfalls mit einplanen – weitere Kosten entstehen

Dazu kommt, dass der Einkauf nach der Panel-Installation noch nicht abgeschlossen ist. Ebenso wichtig ist ein potenter Speicher, denn nur mit diesem kann man die aufgenommene Sonnenenergie auch abseits der Sonnenstunden nutzen. Der durchschnittliche Strombedarf pro Haushalt variiert ganz grob zwischen 5 und 10 kWh; die Speichereinheit sollte also eine vergleichbare Kapazität aufweisen, und bei den aktuellen Lösungen fällt dadurch erneut ein mittlerer vierstelliger Betrag an. Auch in diesem Bereich erwarten Experten künftig ein stark steigendes Preis-Leistungs-Verhältnis, nicht zuletzt ausgelöst durch die starken Investitionen in die Akkus von Elektroautos.

Passend dazu noch ein kleiner Haushaltstipp am Rande: Im laufenden Betrieb zeigt sich, dass es sich lohnt, beim Einkauf von Haushaltsgeräten auf die Energieeffizienzklassen zu achten, da der Stromverbrauch dadurch deutlich sinkt. Denn Strom, der nicht benötigt wird, muss gar nicht erst hergestellt werden.

Die modernen Finanzierungsmöglichkeiten kommen folglich genau zur richtigen Zeit. Sie sind ein Instrument, um die Energiewende zu beschleunigen; darüber hinaus bedeuten sie einen Schritt in Richtung Selbstversorgung. Diese macht sich auf lange Sicht bezahlt, der kurzfristigen Liquidität hilft sie anfangs allerdings nicht, sodass der Bedarf an Ökokrediten nur logisch ist.

Die günstigen Konditionen sind dort nämlich nur der Anfang. Zusätzlich warten Förderboni darauf, abgeschöpft zu werden; auch dies muss in der Finanzplanung bedacht werden und erst dann wird die Kosten-Nutzen-Rechnung wirklich aussagekräftig.

Bild: ©istock.com/alexsl