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Alte Heizungsanlagen schlucken Geld und bieten nur wenig Leistung. Anders gesagt: Durch die Endabrechnung wird einem schlecht und im Winter hat man trotzdem gefroren. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, damit die alte Heizung wieder auf Vordermann gebracht wird und die Kosten drastisch gesenkt werden können. Aber auch beim Neubau sollte man nicht an der Heizung sparen, alles andere würde sich über Jahre hinweg rächen.

Die alte Heizung optimieren

Zunächst sollten die einfachsten Regeln beachtet werden:

  • Heizungsanlage entlüften
  • Elektronische Thermostate
  • Abdichten von Fenster und Türen

Heizung aufpeppen und richtig heizenBeim letzten Punkt kann man auf Dichtungsbänder aus dem Baumarkt greifen. Diese sind günstig und dichten zuverlässig ab. Aber mit diesen Schritten ist nicht mal die halbe Arbeit getan.

Für die weiteren Maßnahmen wird ein fachmännischer Betrieb benötigt. Wer keine Erfahrung mit einer Heizungsanlage hat, der sollte die folgenden Arbeiten nicht selber durchführen.

  • Heizungspumpen

Alte Heizungspumpen können nicht nur an Leistung verlieren, sondern sind richtige Stromfresser. Diese sind nicht mehr nach den aktuellen Standards ausgerüstet und sollten so schnell wie möglich ausgetauscht werden.

Befindet sich die Heizungsanlage im Keller und ist dieser stetig sehr warm, so ist es das erste Indiz darauf, dass zu viel Wärme verloren geht. Der Kessel arbeitet rund um die Uhr und es kommt nur ein Teil der Wärme in den Räumen an. Abhilfe schafft das Dämmen von den alten Rohrleitungen. Mit ein wenig handwirklichem Geschick können diese Arbeiten selber erledigt werden. Auch die Kosten halten sich bei der Dämmung im Rahmen.

  • Hydraulischer Abgleich

Beim Abgleich handelt es sich um die gerechte Verteilung der Wärme. Wurde bislang kein Abgleich durchgeführt, so kann es vorkommen, dass die Heizkörper in Zimmer A kälter sind als im Zimmer B. Der Abgleich ist nicht in wenigen Minuten erledigt, aber auf diese Art und Weise können an die 10-%-Energie gespart werden.

  • Austausch der Regelventile

Mit ein wenig Hintergrundwissen wird für diese Arbeit kein Fachbetrieb benötigt. Alte Heizungsthermostate sind meist nicht in der Lage, die Wärme richtig zu regulieren. Neben manuellen Thermostaten hat man die Möglichkeit auf elektrische Varianten umzusteigen. Diese Modelle können exakt auf die gewünschte Temperatur eingestellt werden.

Die Heizungsmodernisierung ist zu Anfang mit hohen Kosten verbunden, aber dafür werden die Unterhaltungskosten sichtlich geringer. Obendrauf hat es den schönen Effekt, dass die Heizung mehr Leistung bringt.

Heizungsarten

Öl oder Gas sind die meist genutzten Heizungsarten. Doch der Markt hat heute noch mehr zu bieten. Wir empfehlen das Heizen mit Holzpellets oder eine Hybridheizung.

Holzpellets reicht für ein ganzes Gebäude aus. Der Rohstoff wächst nach und stößt so gut wie kein CO² aus. Das Holzpellets wird von allein in den Kessel befördert und direkt zum Beheizen der Räume oder Wasser verwendet. Ähnlich wie bei Öl, kommt ein Tankwagen, der die Silos mit dem Holzpellets auffüllt. Eine Alternative zu Holzpellets sind Hybridheizungen. Die Hybridheizung ist lediglich ein Zusatz, welches mit Öl oder Gas kombiniert wird. In einem Wärmespeicher wird die überschüssige Energie eines Heizkessels, Wärmepumpe, solar oder Kaminofen gespeichert. Wird Wärme angefordert, so kommt diese zunächst aus der Hybridheizung. Ist der Wärmespeicher nicht ausreichend versorgt, dann schaltet automatisch die zentrale Heizungsanlage an.

Auf das Energielabel achten

Kauft man heute einen Fernseher, Kühlschrank, Autoreifen oder andere Geräte, so besitzen diese ein Energielabel. Dieses gibt an, wie sparsam das aktuelle Produkt ist. Statt Daten wird alles anhand einer Bezeichnung angegeben. Diese beginnt bei A+++ und endet bei G. Geräte mit A+++ sind sehr sparsam, aber dafür teurer in der Anschaffung. So ähnlich verhält es sich mit heizungsseitigen Komponenten. Heizungsthermostate, Heizungspumpen, sogar ganze Kessel sind mit einem Energielabel versehen. Auf dieses sollte vorrangig geachtet werden. Die hohen Anschaffungskosten bekommt man somit über Jahre zurück.