Download PDF

Die Thematik Wärme wird uns immer verfolgen. Auch in 20 Jahren wird man davon nicht ablassen, denn die Suche nach erneuerbaren und günstigen Rohstoffen wird nie ein Ende finden. Aber schon heute kann Energie günstig und umweltschonend eingesetzt werden. Neben der idealen Feuerungsstätte, sprich Wärmequelle für das Haus, sollte die Wärme auch drin bleiben. Wird diese nach außen hin abgeleitet oder zieht die kalte Luft durch das Mauerwerk, dann kann man auch das Geld direkt aus dem Fenster werfen. In diesem Artikel beschäftigen wir uns damit, welche Möglichkeiten zur Wärmegewinnung geboten werden und was mit dem Begriff dezentrale Lüftung auf sich hat.

Heizungssysteme

HeizungsanlageEs gibt mehrere Heizungssysteme. Alle halten die eigenen vier Wände optimal warm. Bei den Systemen wird zwischen fossilen und regenerativen Brennstoffen unterschieden. Unter fossil fallen Brennstoffe wie Gas oder Öl. Die fossilen Brennstoffe bestehen aus sogenannten Abbauprodukten. Darunter fallen Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl. Regenerative Brennstoffe sind quasi unbegrenzt verfügbar. Ein gutes Beispiel ist Holzpellets, dieser Brennstoff besteht z. B.: aus Holz.

Generell wird zu regenerative Brennstoffe geraten. Diese können auf natürliche Art und Weise erneuert werden.

  • Brennwertheizungen

Brennwertheizungen werden mit Öl oder Gas betrieben. Diese Heizungen haben einen geringen Anschaffungspreis und werden noch heute in 50 % aller Neubauten eingesetzt. Die Folgekosten für Öl und Gas sind vom weltweiten Markt abhängig. Gehen die Kosten für Öl und Gas nach oben, so muss der Hausbesitzer tiefer in die Tasche greifen.

  • Pelletheizungen

Wärmepumpen und Pelletheizungen haben einen ähnlichen Anschaffungspreis. Allerdings sind diese weitaus teurer als eine normale Brennwertheizung. Die Kostenersparnis entsteht im laufe der Jahre. Holzpellet wird zu günstigen Konditionen verkauft und ist erneuerbar. Ein weiterer Faktor ist der geringe CO² Ausstoß.

Es gibt zwei Arten von Wärmepumpen. Die gängigste ist eine Sole-Wasserpumpe. Ähnlich wie bei einer Pelletheizung entstehen hohe Anschaffungskosten. Je nach Gegebenheit wird die Wärmepumpe in einer tiefen Bohrung (Erdreich) installiert oder als Kollektoren im Garten. Ob dieses System realisiert werden kann, hängt vom Grundstück ab und wird selbstverständlich vorher geprüft. Für den Betrieb wird nur Strom benötigt, da nichts verbrannt wird und die Wärme aus dem Erdreich kommt. Die zweite Variante ist eine Luft-Luft Wärmepumpe. Hier wird die Umgebungsluft genutzt. Luft-Luft Wärmepumpen eignen sich nicht als einzige Wärmequelle und werden gerne mit einem alternativen Heizungssystem kombiniert.

Solar als Unterstützung

Noch besser geht es mit der Kraft der Sonne. Die Energie wird durch Kollektoren auf dem Dach aufgefangen und für Strom oder Wärme genutzt. So schön alles klingt, solar reicht nicht für die Heizung aus. Gerade im Winter lässt sich die Sonne nur selten Blicken, wodurch sich der Einsatz nicht rechnet. Interessant ist die Kombination mit einer Brennwert- oder Pelletheizung. Ist genug Energie vorhanden, so kann diese für die Warmwassererwärmung genutzt werden. Das macht insbesondere im Sommer sinn. Wird Strom eingespeist, so kann dieser für die Wärmepumpe genutzt werden.

Dezentrales Lüften – ein optimales Raumklima schaffen

Wärme, die sich innerhalb der vier Wände befindet, soll auch dort bleiben. Hier helfen Dämmungssysteme, dicke Fenster und selbstverständlich eine starke Wärmequelle. Allerdings sollte das Raumklima nicht außer Acht gelassen werden. Abhilfe schafft richtiges Lüften.

Beim dezentralen Lüften handelt es sich um ein intelligentes System. Unter anderem ist dies eine von mehreren Möglichkeiten zur Wärmerückgewinnung. Bei diesem System werden keine meterlangen Rohre zur Be- und Entlüftung eingesetzt. Außen- und Innenluft wird durch einen kleinen Durchbruch verbunden. Insgesamt kommen zwei Geräte zum Einsatz. Das erste Gerät, welches für die Abluft zuständig ist, saugt die aufgebrauchte Luft hinaus. Parallel ist ein weiteres System für das Ansaugen der Außenluft zuständig. Bevor diese im Haus eingeströmt wird, sorgt ein Filter für die Säuberung der Luft. Die angesaugte Luft wird nicht nur filtriert, sondern auch erwärmt. Mit diesem System beträgt die Wärmerückgewinnung stolze 91 %.

Durch dezentrales Lüften und das richtige Heizungssystem kann ein sehr energiesparsames Gebäude entstehen. Die Anschaffungskosten liegen zwar in einem hohen Bereich, aber dafür wird das doppelte eingespart. Hausbesitzer und auch deren Nachfolger wie die Kinder können sich über ein günstiges Energiesparhaus freuen.